Analysten warnen vor Social Network Aktien

Keine Frage, soziale Netzwerke wie Facebook und Google+, LinkedIn oder der Kurznachrichtendienst Twitter gehören für viele Menschen einfach zum Alltag dazu. Zahlreiche Social Networks haben in den vergangenen Monaten den Schritt an die Börse gewagt und zukunftsorientierte Anleger haben begeistert zugegriffen. Analysten warnen allerdings vor einem ähnlichen Crash wie bei der Dotcom-Blase im Jahr 2000.

„Das endet in Tränen“

Der Chef des kanadischen Versicherers Fairfax Financial, Prem Watsa, ist einer der Finanzexperten, der davon ausgeht, dass die Aktien von Facebook, Twitter und Co. ihre Kurse nicht aufrecht erhalten können. Dem Wert der Unternehmen liege nichts zugrunde, daher sagt Watsa den neuen Technologieaktien eine ähnliche Entwicklung wie der Internetblase im Jahr 2000 voraus. Seiner Vermutung nach wird der neue Hype in Tränen enden. Im bisherigen Jahresverlauf haben Investoren bereits in großer Zahl Abstand von den neuen Technologieaktien genommen, die Kurse befinden sich schon auf dem absteigenden Ast, wenn der Abwärtstrend auch Mitte letzter Woche kurzzeitig unterbrochen wurde. Das Barometer für die größten Technologiewerte, der Index Nasdaq 100, fiel um weitere 0,9 Punkte auf ein Minus von 4,3 Prozent. Allein die Aktien von Twitter haben im vergangenen Jahr einen Wertverlust von 33 Prozent verzeichnet.

Unsichere Umsätze, hohe Börsenverluste

Facebook legte bereits einen holprigen Start an der Börse hin. Die Aktien wurden zum Börsenstart im Mai 2012 zu 38 Dollar je Wertpapier gehandelt. Im September war eine Aktie des sozialen Netzwerks für weniger als die Hälfte des Preises zu haben. Erst als Facebook zu Beginn 2013 einen deutlichen Anstieg seiner Werbeeinnahmen bekannt gab, stieg der Kurs über den Einstiegspreis. Heute kostet eine Facebook-Aktie rund 48 Dollar.

Die unsichere Gewinnsituation ist ein Grund für die Skepsis von Analysten wie Prem Watsa. Der Marktwert der Unternehmen basiere häufig auf reinen Spekulationen, argumentiert er, die reinen Umsätze würden teure Wertpapiere nicht hergeben.

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